Schwitzhütte

 

Denn wisse, dass all dein Suchen und Sehnen

dir nicht helfen wird, es sei denn,

du kennst das Geheimnis:

Denn wenn du das, was du suchst,

nicht in dir selbst findest, wirst du es

auch niemals außerhalb von dir finden.

Tradition

Die Schwitzhüttenzeremonie ist eines der ältesten Rituale der Menschheit und wurde weltweit in vielen Kulturen praktiziert. Bewahrt durch die nordamerikanischen Indianer, wurde sie in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder nach Europa gebracht.

Die Schwitzhütte bietet einen geschützten Rahmen für Reinigungs- und Heilungsprozesse und stärkt unsere Verbindung zur Natur und Mutter Erde. Verbunden über eine höhere Ebene wird sie zum intensiven Einzel- und auch Gruppenerlebnis.

Meine erste Erfahrung damit war sehr tief und hat neue Impulse in mein Leben gebracht. Die Einfachheit und die unmittelbare Nähe zu Mutter Erde und den Elementen haben mich bewegt, den Weg der Wassergießerin zu gehen. Eva Mack hat mich darauf vorbereitet und in die Tradition von Sun Bear eingeweiht. Inzwischen beeinflussen auch andere Traditionen meine Arbeit.

Zeremonie

Eine indianische Schwitzhütte besteht aus einem Gerüst von Ästen (von Hasel- oder Weidenbaum), die kuppelartig angeordnet sind. Zur Durchführung der Zeremonie wird das Gerüst mit Wolldecken abgedeckt.

Die Teilnehmer bereiten das Ritual gemeinsam vor. Dazu gehören: Abdecken der Hütte, Schmücken des Altars, Aussuchen und Aufschichten der Steine, Aufbau des Feuers, Herstellen von Tabaco Ties (Tabak- und Gebetssäckchen).

Eine Schwitzhüttenzeremonie läuft in Runden ab. Während einer Runde ist die Hütte geschlossen, zwischen den Runden wird sie geöffnet, um frische Luft hineinzulassen und neue Steine aufzulegen.

Ist die Hütte geschlossen, befindet man sich in vollkommener Dunkelheit. Raum und Zeit verlieren ihre (gewohnte) Bedeutung. Die Hitze der Steine, der Duft von Kräutern und der gemeinsame Gesang prägen die Atmosphäre und vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Dies und die Nähe zu den Elementen ermöglicht den Teilnehmenden eine tiefe Begegnung mit sich selbst und gleichzeitig die Verbindung zum großen Ganzen.

Wie die Schwitzhütte entsteht: Hier geht’s zu einer Bilderreise…

Organisatorisches

Beginn: 14 Uhr (oder 11 Uhr, wenn gemeinsam eine neue Schwitzhütte gebaut wird) – Ende: gegen 23 Uhr

Kosten: 80 Euro inklusive Verpflegung und Übernachtung. Während der Veranstaltung ist für vegetarisches Essen und leichte Getränke gesorgt. Nach der Zeremonie gibt es eine gemeinsame Mahlzeit.

30 Euro für Jugendliche ab 14 Jahre

Mitzubringen:

  • 1 Handtuch als Sitzunterlage
  • 1 Handtuch zum Abtrocknen
  • 1 Handtuch oder Baumwolltuch zum Umbinden
  • evtl. Bademantel
  • Badeschlappen, Gartenclogs o.ä.
  • Trinkflasche
  • Arbeitshandschuhe bei Bedarf
  • 1 kleine Gabe für den Feuerhüter
  • persönlich bedeutende Dinge zum „Aufladen“ für den Altar
  • wer im Seminarraum übernachten möchte: Schlafsack, Leintuch und evtl. Matte (Matratzen nur begrenzt vorhanden)